In einer Kleinserie von 15 Stück wurde der BMW 750hL als bereits 5. Generation von BMW Wasserstoff-Fahrzeugen 1999 gefertigt. Nach dem Großeinsatz auf der EXPO 2000 und der "CleanEnergy WorldTour 2001" haben die serienreifen Alternativfahrzeuge schon eine Distanz von mehr als 150.000 km erfolgreich zurückgelegt.
Die auf der langgestreckten Serienversion des 7er BMW basierenden BMW 750hL sind mit einem bivalenten Zwölfzylinder-Motor ausgestattet, der sowohl mit Wasserstoff als auch - aufgrund der fehlenden Wasserstoffinfrastruktur - mit Benzin betrieben werden kann. Zusätzlich zu dem serienmäßigen Benzintank und -leitungssystem befindet sich ein Kryo-Tank für 140 l Flüssigwasserstoff im Kofferraum, wodurch dessen Fassungsvermögen zwar um einiges verkleinert wird, dafür jedoch eine Reichweite im reinen Wasserstoffbetrieb von etwa 350 km erreicht werden kann.
Äußerlich unterscheidet sich der BMW 750hL von dem Serienmodell - abgesehen von den Aufklebern - nur an der zweiten Tankklappe im Heckbereich des Wagens. Im Inneren des luxuriösen Oberklassemodells lassen nur ein Zusatzschalter für das Umschalten zwischen Benzin- und Wasserstoffbetrieb und eine zusätzliche Kontrollleuchte im Armaturenträger auf den alternativen Antrieb schließen.
Zur Sicherheit sind im BMW 750hL vier Wasserstoff-Sensoren eingebaut, die bei einer Konzentration von 0,1 Prozent Alarm schlagen und bei weiterem Ansteigen der Wasserstoff-Konzentration automatisch alle Wasserstoff-Ventile abregeln sowie auf Benzinbetrieb umschalten. Zusätzlich sind die selbstdiagnostizierenden Systeme per Funk mit der Einsatzzentrale in München verbunden. Beim Auftreten einer sicherheitsrelevanten Störung melden sie selbsttätig die vermutliche Ursache und den exakten Standort des Fahrzeugs.
Für die Stromversorgung des Fahrzeuges befindet sich an Bord des Fahrzeuges eine PEM Brennstoffzelle im Kofferraum. Gegenüber einem herkömmlichen Bleiakkumulator hat sie ein höheres Leistungsvermögen und kann zudem auch Zusatzaggregate wie Standklimatisierung oder Navigations- und Kommunikationsgeräte im Stand mit Strom versorgen, ohne dass der Motor gestartet werden muss.
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