| 250 v. Chr. |
In der Nähe von Bagdad wurden in einer alten babylonischen Siedlung mehrere Tongefäße von etwa 15 cm Höhe entdeckt. Im Innenraum dieser Gefäße fand man eine einer galvanischen Zelle ähnlichen Anordnung: ein Kupferrohr, in das axial ein Eisenstab hineinragt, mit einer Asphaltisolierung am oberen Ende.
Es ist zwar nicht mehr über diese Gefäße bekannt und über Sinn und Zweck läßt sich nicht viel mehr als spekulieren, aber eines steht fest: wenn man dieses Gefäß mit einer Kochsalzlösung füllt, erzeugt die somit entstandene primitive Zellenkonstruktion einen Strom von 250 mA bei einer Spannung von 0,25 V. |
| 1745 |
Unabhängig voneinander wird von dem niederländischen Physiker Pieter van Musschenbroek an der Universität Leiden und Ewald Georg von Kleist aus Pommern der Kondensator entwickelt. (Leidener Flasche, bestehend aus einem innen und außen mit Stanniol belegten Glasbecher) Die originale Leidener Flasche war eine verschließbare, mit Wasser gefüllte Glasflasche, bei der ein Draht oder Nagel durch den Verschluss in das Wasser hineinragte. Die Aufladung gelang dadurch, dass man die Flasche mit einer Hand hielt und das herausragende Ende des Drahtes mit einer schwachen Stromquelle in Kontakt brachte. Nach der Unterbrechung des Kontakts zwischen dem Draht und der Elektrizitätsquelle wurde der Draht mit der anderen Hand zwecks Entladung berührt, die derjenige dann als heftiger Schlag empfand. |
| 1786 |
Luigi Galvani (1737-1798; italienischer Physiologe und Physiker) beobachtet die Stromerzeugung durch ein System von Eisen/Kupfer-Elektroden und organischen Elektrolyten. Er führte auch das berühmte Experiment mit dem Froschschenkel durch. |
| 1796 |
Volta (Volta, Alessandro Giuseppe Antonio Anastasio Graf (1745-1827), italienischer Physiker, bekannt durch seine wegweisenden Arbeiten zur Elektrizität) interpretierte die Versuche von Galvani richtig und entwickelte die so genannte Volta'sche Säule, die ein Vorläufer der elektrischen Batterie war und stationären Strom lieferte indem er die Froschschenkel durch eine Kochsalzlösung ersetzte. |
| 1802 |
Davy (Davy, Sir Humphry (1778-1829), britischer Chemiker, der bedeutende Beiträge zur Elektrochemie leistete) untersuchte, wie Elektrizität auf chemische Verbindungen wirkt. Dabei entdeckte er das Prinzip der Elektrolyse. Später isolierte er mit dieser elektrolytischen Methode die Elemente Kalium, Natrium sowie Calcium. |
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| 1802 |
 Johann Wilhelm Ritter, der mit Goethe auf dem Gebiet der Naturwissenschaften zusammenarbeitete, entwickelte eine Batterie, die sogenannte "Rittersche Säule". Die Säule bestand aus übereinandergeschichteten und mit Tafelsalz (Natriumchlorid) getränkten Kupfer- und Kartonscheiben. Diese Vorrichtung konnte mit einem elektrischen Strom geladen werden und gab bei der Entladung Strom ab. Sie gilt als Urform des Akkumulators. |
| 1812 |
Zamboni entwickelte das Element Silber/Salzlösung/Magnesiumoxid/Silber. |
| 1826 |
Ohm (Ohm, Georg Simon (1787-1854), Physiker) formulierte das Gesetz über die Beziehung zwischen Strom, Spannung und Widerstand, das als Ohm'sches Gesetz bekannt wurde. |
| 1833 |
Das Gesetz zur Stoffabscheidung bei elektrolytischen Vorgängen wird von Faraday (Faraday, Michael (1791-1867), britischer Physiker und Chemiker) formuliert: Die Stoffmenge, die bei der Elektrolyse an den Elektroden abgeschieden wird, ist proportional zur Stromstärke und zu ihrem Äquivalentgewicht. |
| 1836 |
Ein neues Element aus Zn/ZnSO4/CuSO4/Cu wird von Daniel entwickelt - das Daniel-Element. |
| 1839 |
Grove entdeckt die Wasserstoff/Sauerstoff - Brennstoffzelle. |
| 1840 |
Das Zn/H2SO4/HNO3/Pt - Element wird von Grove entdeckt. |
| 1859 |
Der Blei/Schwefelsäureakkumulator wird vom französischen Physiker Gaston Planté erfunden. Als Elektrolyt dient verdünnte Schwefelsäure. Die negative Elektrode besteht aus Blei, die positive aus Bleidioxid. Mit einfachen Worten erklärt, dissoziiert beim Betrieb die negative Bleielektrode in freie Elektronen und zweifach positive Bleiionen. Die Elektronen fließen durch den äußeren elektrischen Stromkreis zur Bleidioxidanode. Die positiven Bleiionen verbinden sich mit Sulfationen im Elektrolyten zu Bleisulfat. An der Bleidioxidanode kommt es zu einer weiteren chemischen Reaktion. Aus Bleidioxid, positiven Wasserstoffionen im Elektrolyten und Elektronen bilden sich Wasser und positive Bleiionen. Letztere verbinden sich mit Sulfationen zu Bleisulfat.
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| 1865 |
Leclanché (französischer Chemiker Georges Leclanché) erfindet das auch nach ihm benannte Kohle/Braunstein/Zink - Element. |
| 1875 |
Die MnO2 - Trockenzelle wird entwickelt. |
| 1881 |
Glasstone und Tribe stellen eine Theorie über die Reaktionen im Bleiakkumulator auf. |
| 1882 |
Das alkalische Element Zn/NaOH/CuO wird von Lalande und Chaperon entdeckt. |
| 1892 |
Weston entwickelt das Normalelement: Quecksilber/Cadmium. |
| 1896 |
Erste Trockenzelle von Schmidt, Ni/Cd-Akkumulator von Jungern und das Zn/NaOH/NiOOH - System von de Michalowski. |
| 1901 |
Ni/Fe - Akkumulator (Edison-Wandler) von Edison (Edison, Thomas Alva (1847-1931), amerikanischer Erfinder) entwickelt. Die Batterie war äußerst robust und besaß pro Gewichtseinheit eine hohe elektrische Kapazität. |
| 1912 |
Edison macht den Ni/Fe Akkumulator bedingt gasdicht. |
| 1935 |
Der gasdichte Ni/Cd - Akkumulator wird patentiert. |
| 1949 |
Das Lithium-Batteriesystem wird erstmals patentiert. |
| 1954 |
Knopfzellen als Bauform für Akkumulatoren gehen in die Serienproduktion. |
| 1972 |
Wartungsfreie Starterbatterien |
| 1974 |
Beginn der Fertigung von Batterien mit Lithiumanoden und organischen Elektrolyten. |
| 1990 |
Markteinführung der Ni/Metallhydrid-Zelle |
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