Nutzung und Pflege von Akkumulatoren
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Allgemeines
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Allgemeines
Der Akku ist leer - oftmals der häufigste Betriebszustand eines Stromspeichers, insbesondere dann wenn man ihn gerade benötigt und nicht erst wieder aufladen möchte. Aber auch die Alterung über die Nutzungsdauer, nachlassende Kapazität und verringerte Strombelastbarkeit können problematisch sein.
Bevor in den nächsten Kapiteln auf die Besonderheiten der verschiedenen Akku-Typen hinsichtlich ihrer optimalen Nutzungsbedingungen und Pflege eingegangen wird, sollen zuvor einige grundlegende Dinge besprochen werden.
Akkumulatoren sind keine normalen elektronischen Bauteile, sondern "kleine elektrochemische Kraftwerke" und wollen auch als solche behandelt werden. Beim Laden und Entladen von Akkumulatoren laufen je nach Akku-Typ unterschiedliche chemische Reaktionen ab, die von einer Vielzahl von Faktoren beeinflußt werden können. Aber nicht nur während des Betriebes von Akkumulatoren (Entladen, Aufladen) sondern auch während der Lagerung sind bestimmte Bedingungen einzuhalten um eine möglichst lange Lebens- und Nutzungsdauer eines Akkumulators sicherstellen zu können.
Temperatur
Akkumulatoren "fühlen" sich bei Temperaturen um +20°C am wohlsten. Jede Erwärmung um 10 Grad beschleunigt die elektrochemischen Reaktionen im Inneren des Akkus um das 2fache (wir erinnern uns - es handelt sich um elektrochemische Reaktionen die ablaufen). Dabei werden aber auch alle unerwünschten Nebenreaktionen die zu Materialschädigungen führen beschleunigt. Deutlich tiefere Temperaturen verringern die Leistungsfähigkeit der Akkumulatoren und können bei dauerhaftem Überschreiten dieser Grenze ebenfalls zu Schädigungen führen.
Mischen von Akkumulatoren in Geräten
Es sollten auf keinen Fall unterschiedliche Akkumulatoren (hinsichtlich des Typs, Hersteller, Kapazität, Ladezustand, Alterungszustand) in einem Gerät gemischt werden. Was viele nicht immer bedenken, in einer "bunten Mischung" von Akkumulatoren werden die einzelnen Zellen sehr unterschiedlich belastet, was zu vorzeitigem Altern einzelner Zellen führen kann. In besonders ungünstigen Fällen können diese Zellen sehr schnell geschädigt werden.
Zykeln als Pflegemaßnahme
Aus Zeiten intensiver Nutzung von Nickel-Cadmium Akkus ist diese Aussage heute oftmals noch stark verallgemeinert anzutreffen - zur Akkupflege empfiehlen sich vollständige Lade- / Entladezyklen um die ursprüngliche Kapazität des Akkumulators wieder herzustellen. Für Nickel-MeH und Lithium-Ion Akkus trifft diese Aussage so nicht mehr unbedingt zu (näheres auf den nachfolgenden Seiten).
Wahl des richtigen Ladegerätes
Oftmals wird zwar beim Kauf von Akkus sehr genau ausgewählt und auf Qualität geachtet - nicht aber bei der Anschaffung des richtigen Ladegerätes. Doch gerade das Ladegerät herrscht über mindestens 50% der Nutzungsdauer des Akkus über die richtigen Betriebsparameter und kann über geignete Ladeparameter die Lebensdauer von Akkumulatoren deutlich verlängern.
Die Lebensdauer
Nun wurde der Begriff "Lebensdauer" immer wieder verwendet, aber was definiert eingentlich die Lebensdauer eines Akkumulators? Die Hersteller definieren die Zahl der Lade- / Entladezyklen mit mindestens 80% der Nennkapazität als die Betriebsdauer. Zusätzlich wird oftmals eine Kalenderlebensdauer von etwa 2-3 Jahren genannt.
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