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Explodierende Energiespeicher - gefährliche Akkus?

Inzwischen sind viele namhafte Hersteller betroffen: Apple, Dell, Hewlett-Packard (HP), Maxdata, Fujitsu-Siemens Computers (FSC) aber auch Nokia und Nikon. Alle hatten oder haben Probleme mit Akkumulatoren, die nicht funktionieren, die brannten oder explodierten und die die Hersteller zu sehr kostspieligen Rückrufaktionen veranlassten. Es ist leider abzusehen, dass sich daran auch in den nächsten Jahren zunächst nichts ändern wird.

Bereits in den Jahren 2002 bis 2004 gab es bei Dell und Apple Rückrufaktionen, auch Hewlett-Packard und Fujitsu-Siemens mussten Akkus tauschen. Vor wenigen Jahren hatte Nokia mit Sicherheitsproblemen zu kämpfen – und im vergangenen Jahr Nikon mit den Sony-Akkus in Kameras.

Im Internet kursieren Bilder von brennenden und verbrannten Laptops. Sogar die US-amerikanische Luftfahrtbehörde registrierte dem Wall Street Journal zufolge eine ganze Reihe von Vorfällen. So fing auf dem Lufthansa-Flug 435 von Chicago nach München am 15. Mai 2006 eine Laptop-Tasche im Handgepäck der ersten Klasse Feuer. Im Februar 2006 ging ein Fracht-Flugzeug von United Parcel Service während der Landung in Philadelphia in Flammen auf – das Flugzeug hatte unter anderem Lithium-Ionen-Batterien geladen. Lithium-Ionen-Akkus gelten nach dem Expertenkomitee der Vereinten Nationen international als Gefahrengut nach den UN-Nummern 3090 und 3091. Damit fallen sie auch unter die internationalen Gefahrguttransport-Regelungen und müssen entsprechende Prüfungen bestehen. Ein Nachweis für die Durchführung dieser Prüfung muss nicht erbracht werden.

Ein Großteil der bisher betroffenen Akkus stammen von Sony, deshalb hat Sony sich jetzt entschlossen ein weltweites Rückrufprogramm für Notebook-Akkus zu starten. Nachdem Apple, Dell, IBM/Lenovo und Toshiba Rückrufaktionen gestartet haben, greift nun Sony selber ein. Als Ursache für die defekten Akkus sollen während der Herstellung der Akkus in einem japanischen Werk von Sony winzige Metallpartikel, die vermutlich durch Verschleiß der Produktionsmaschinen entstanden, in die Notebook-Stromspeicher geraten sein. Dadurch kann es zu Kurzschlüssen kommen, bei denen sich die Ladung des Akkus plötzlich unter großer Hitze entlädt. Wie Sony mitteilte, wusste man bereits seit mehr als 10 Monaten von den Problemen. Es habe Diskussionen darüber gegeben, ob ein Rückruf vonnöten sei, letztenendes habe man sich aber entschieden, keinen Austausch vorzunehmen, so ein Sprecher. Damals waren rund 22000 Akkus betroffen, die zwischen Oktober 2004 und Oktober 2005 verkauft wurden. Damals waren ebenfalls Metallspäne die Ursache. Da Sony auch andere Notebook-Hersteller mit Akkus beliefert, leiteten unter anderem Fujitsu, Hewlett-Packard und Toshiba Überprüfungen ein. Dabei kam man allerdings zu dem Ergebnis, dass die von diesen Unternehmen verwendeten Akku-Modelle bauartbedingt nicht von den Problemen betroffen sind.

Angesicht der Millionen wegen Brandgefahr zurückgerufenen Notebook-Akkus beschleunigen die US-Behörden nun ihre Bemühungen um neue Regeln für den Akku-Transport in Flugzeugen. Sorgen machen den Experten große Ladungen im Bauch von Passagier- oder Cargo-Maschinen. Der eigene Laptop soll aber weiter mit an Bord dürfen.

Nach den medienwirksamen Rückrufaktionen großer Computerhersteller wie Dell und Apple sehen sich die Regulierer genötigt, ihre Bemühungen zu intensivieren. Die US-Bundesluftfahrtbehörde (FAA) will die Ergebnisse einer 2004 begonnenen und gerade abgeschlossenen Untersuchung zur Feuersicherheit bei geladenen Lithiumionen-Akkus jetzt innerhalb der nächsten drei Monate veröffentlichen. Gleichzeitig will die für den Transport gefährlicher Materialien zuständige Behörde (PHMSA) ein 2004 vorläufig erlassenes Transportverbot für nicht-wiederaufladbare Lithiumionen-Batterien in den Laderäumen von Verkehrsflugzeugen dauerhaft aussprechen. Übrigens: Für alle, die sportlich mobil sein wollen, empfehlen wir ein Elektrofahrrad.

Panasonic muss Notebook-Akkus zurückrufen

Bei Panasonic ist bisher lediglich das Modell "Let's Note CF-W4G" betroffen, welches ausschließlich in Japan verkauft wurde. Es handelt sich dabei um rund 6000 Geräte. Laut dem Hersteller können die Stromspeicher überhitzen und dadurch einen Brand auslösen. Die Ursache dafür ist das Gehäuse: Lose Federn in der Abdeckung könnten in die Batterie eindringen und die Überhitzung verursachen. Matsushita Electric Industrial, besser bekannt unter seiner Marke Panasonic hatte die gefährdeten Akkus selbst in einer Fabrik in Kobe assembliert; von welchem Hersteller die zugelieferten Zellen stammen, verriet das Unternehmen nicht.


Dell ruft über 4 Millionen Notebook-Batterien zurück

Nach diversen Meldungen über explodierende Laptops von Dell reagiert der Hersteller jetzt auf die Vorwürfe. 4,1 Millionen Batterien sollen zurückgerufen werden - dabei handelt es sich um die größte Rückrufaktion von Batterien in der Elektronikgeschichte. Betroffen sind Modelle aus den Reihen "Latitude", "Inspiron", "Precision" und "XPS".

Wer überprüfen möchte, ob sein Laptop von der Rückrufaktion betroffen ist, kann dies auf DellBatteryProgram.com tun. Da Sony für die Produktion der Akkus zuständig war, beteiligt sich das Unternehmen an der Rückrufaktion, indem finanzielle Unterstützung gewährt wird.

Rückrufinformationen von Dell


Hewlett-Packard ruft Notebook-Akkus zurück

Hewlett-Packard (HP) ruft weltweit rund 135.000 Notebook-Akkus zurück, da die Gefahr einer Überhitzung besteht. Diese Überhitzung kann im schlimmsten Fall zum Brand bzw. Explosion des Akkus führen.Verbaut wurden die Lithium-Ionen-Akkus in den Modellen der Baureihen "Pavillion", "Compaq Presario", "Compaq" und "Compaq Evo". Die betroffenen Akkus sind am Barcode zu erkennen, der bei den fehlerhaften Geräten entweder mit "GC", "IA", "L0" oder "L1" anfängt.

Die genannten Modelle wurden weltweit in Elektronikmärkten und über den HP-Online-Shop verkauft. Betroffene Kunden werden gebeten, sich bei HP für einen kostenlosen Umtausch zu melden.

Rückrufinformationen von HP


Fujitsu-Siemens muss 250 000 Notebook-Akkus zurückrufen

Verschiedene Modelle des Notebooks "Amilo" des größten europäischen Computerherstellers Fujitsu-Siemens, die ab Oktober 2004 verkauft wurden, sind mit Akkus ausgestattet, die unter Umständen Feuer fangen können. "Einige Akkus können fehlerhaft sein und überhitzen, was zu Brandrisiken führen kann", äußerte sich Fujitsu-Siemens. Daher muss das Unternehmen rund 250 000 Akkus zurückrufen, welche kostenlos ausgetauscht werden.

Nachtrag vom 5.10.2006: Fujitsu hat bekannt gegeben, dass einige ihrer Laptopbatterien als Teil von Sonys weltweitem Battery-Exchange-Programm ausgetauscht werden können. 830000 Batterien sollen ersetzt werden. Folgende Fujitsu-Modelle sind betroffen: FMV Biblo-Loox-P-Serie P70R and P70S und die Biblo Loox-T-Serie T50M, T50R, T50RN, T50S, T50SN, T70M, T70M/T, T70MN, T70R, T70R/T, T70RN, T70S, T79S/V und T70SN.

Rückrufinformationen von Fujitsu-Siemens oder Hotline 0180 3777 029 (0,09 € / Minute)


Apple ruft 15" PowerBook Akkus zurück

Um möglichen weiteren Problemen vorzubeugen, ruft Apple nun die Akkus seiner 15 Zoll G4 PowerBooks zurück. Diese hätten bereits in der Vergangenheit zu Problemen geführt, so das Unternehmen über die Begründung der Rückrufaktion. Mindestens vier Fälle seien bekannt, in denen eine Überhitzung der Akkus aufgetreten sei und Brandgefahr bestanden hatte. Zu Schaden kam bisher niemand, doch Apple hat beschlossen, die Akkus der Modellreihe A1045 zurückzurufen.

Ob auch ihr Akku betroffen ist, können sie leicht feststellen: Die Seriennummern der Problem-Akkus beginnen mit HQ404, HQ405, HQ406, HQ407 oder HQ408. Um den Austausch möglichst reibungslos Abzuwickeln, hat das Unternehmen eine Webseite für den Austausch eingerichtet, außerdem können sich betroffene Kunden über die Servicenummer 01805/009433 (0,12 €/Min.) informieren und den Austausch in Auftrag geben.

Rückrufinformationen von Apple
Rückrufinformationen der US-Verbraucherschutzbehörde


Lenovo-Laptops können in Flammen aufgehen

Bisher versicherte Lenovo, dass die eigenen Rechner nicht von dem Problem betroffen sind. Ausführliche Tests hätten gezeigt, dass die Thinkpads und Co. nicht gefährdet seien. Zwar verwende man die gleichen Sony-Batterien wie die anderen Hersteller, dadurch, dass man aber eine andere Ladespannung und andere Bauformen verwende, seien die eigenen Geräte nicht gefährdet. Eine Einschätzung, die vor kurzem recht spektaktulär den Bach hinunter ging: Ausgerechnet auf dem Los Angeles International Airport verabschiedete sich ein Thinkpad T43 recht spektakulär aus dem Datenverabeitungsleben. Lenovo und Sony wollen das Gerät nun weiteren Test unterziehen, um herauszufinden, was nun genau zu dem Abfackeln geführt hat, und in Folge, ob auch andere Geräte gefährdet sind. Im Anschluss an den Bericht eines Vorfalls am Flughafen von Los Angeles hat Lenovo umgehend reagiert und in weniger als zwei Wochen nach dessen Kenntnis diesen Rückruf angekündigt. Das Unternehmen schätzt, dass 5 bis 10 Prozent der ThinkPad Notebooks, die in dem genannten Zeitraum verkauft wurden, von der Rückrufaktion betroffen sind. Lenovo hat kein außergewöhnliches Schema von Akku-Defekten in ihren Notebooks feststellen können und extreme Fälle, wie der Akku-Defekt am Flughafen von Los Angeles, sind sehr selten.

Rückrufinformationen von Lenovo / IBM oder Hotline: 01805-253558 (12 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz, 8:00 Uhr – 19:00 Uhr)


Toshiba tauscht vorsorglich

Obwohl bisher noch kein einziger Fall von Akku-Überhitzung oder sonstige Störfälle mit Akkus in Toshiba Notebooks bekannt geworden sind, tauscht Toshiba vororglich 1,17 Mio. Akkus mit Sony-Zellen aus.

Rückrufinformationen von Toshiba

Hitachi tauscht wegen Überhitzungsgefahr

Auch Hitachi tauscht Akkus aus, wenn auch nur 16000 Stück weltweit. Als Grund wird die Möglichkeit der Überhitzung der Akkus angegeben, auch wenn bisher noch kein Schadensfall bekannt geworden ist.


Nikon erneuert Akku-Rückrufaktion

Besitzer von Kameras der Typen Nikon D50, D70 oder D100 bzw. eines Lithium-Ionen-Akkus des Typs EN-EL3 werden erneut gebeten, die Chargennummern ihres Akkus zu prüfen. Wie bereits am 8. November 2005 gemeldet wurde, hat Nikon an Lithium-Ionen-Akkus des Typs EN-EL3 für Nikon Kameras der Baureihe Digital SLR einen selten auftretenden Defekt festgestellt, der zur Überhitzung des Akkus während des Ladevorgangs führt. Es kann von Nikon nicht ausgeschlossen werden, dass im schlimmsten Fall ein solcher Defekt dazu führt, dass der Akku Feuer fängt. Lithium-Ionen-Akkus des Typs EN-EL3 wurden als Standardzubehör mit den digitalen Spiegelreflexkameras vom Typ Nikon D100, D70 und D50 ausgeliefert. Sie waren ebenfalls einzeln als Zubehörteil für diese Kameramodelle erhältlich und können auch in der Nikon D70s verwendet werden.

Besitzer einer Kamera vom Typ Nikon D100, D70 oder D50 und Anwender von Lithium-Ionen-Akkus des Typs EN-EL3 werden gebeten, die Chargennummer ihres Akkus erneut zu prüfen, da die Liste möglicherweise betroffener Akkus um folgende zusätzliche Chargennummern ergänzt worden ist: 51AA, 51AB, 51AC, 51AD, 51AE, 51AF, 51AG, 51AH, 53AA, 53AB, 54AE, 54AF, 54AH.


Publiziert am: Dienstag, 03. Oktober 2006 (70649 mal gelesen)
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