Elektroauto Geschichte
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1930 - 1985
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Elektroautos von 1930 bis 1985
Wilson
Partridge-Wilson aus Leicester (England) war eigentlich als Konstrukteur und
Hersteller konventioneller Fahrzeuge bekannt. 1935-36 wurden unter dem
Markennamen Wilson aber auch Elektroautos gebaut, die den damaligen Benzinern
vom Design sehr ähnelten. Insgesamt wurden etwa 50 Exemplare hergestellt.
Cleco
Die Cleco Electric Industries, Ltd. in Leicester (England) baute kleine
elektrisch angetriebene Lieferwagen und einige luxeriös ausgestattete
Autos.
Detroit 1935
Im Jahre 1935 hat die Fa. Detroit in den USA die letzten amerikanischen
Elektroautos dieser Zeit gebaut. Sie gehörte mit einer Produktionszeit von
28 Jahren zu den Herstellern, die über einen recht langen Zeitraum
existierten.
D.E.W.
Die Zschopauer Motorenwerke J.S. Rasmussen AG stellten 1937 eine Reihe von
Elektroautos her. Diese hatten kein konventionelles Chassis und eine Karosserie
mit Holzrahmen, beides reduzierte das Gewicht deutlich. Eingesetzt wurden sie
meistens als Taxis.
S.A.T.A.M.
Diese Autos wurden in La Cournuece (Frankreich) 1941 produziert. Die Zweisitzer
mit einer Maximalgeschwindigkeit von 47 km/h wurden in sehr kleiner Serie
gebaut und wie einige andere dieser Zeit auch, vor allem aus dem Grund der
Benzinknappheit in Frankreich zu Zeiten des 2. Weltkrieges.
Chapeaux
Voitures E. Chapeaux baute 1940 und 1941 in Lyon (Frankreich) kleine
Zweisitzer. Allerdings waren es nur 4 Exemplare in diesen 2 Jahren.
Électrolette
Dieses Auto wurde von 1941-43 in Nizza (Italien) gebaut. Den leichten
Zweisitzer gab es in offener und in geschlossener Ausführung. Etwa 100
Exemplare wurden hergestellt. Angetrieben wurde die Électrolette von einem 1,2
PS Motor.
Faure
Pierre Faure aus Paris baute dieses zweitürige Auto von 1941- 1947. Einige
ließen sich während des 2. Weltkrieges (Benzinknappheit) verkaufen,
nach dem Krieg wurde die Produktion dann bald eingestellt.
Story
Auch wieder ein Ergebnis der Benzinknappheit zu Kriegszeiten - dieser
dreirädrige Zweisitzer aus den Niederlanden wurde von 1941 bis 1944 gebaut.
Stéla
Die Firma Véhicules Electriques Stéla in Lyon (Frankreich) war der bedeutendste
Hersteller von Elektroautos in Frankreich während des 2. Weltkrieges. Die
ersten Autos waren sehr einfach konstruiert aber mit dem Typ RCA kamen dann
geschlossene viertürige 5-Sitzer, die ab 1942 gebaut wurden. Nach dem
Krieg wurden dann für weitere 3 Jahre nur noch kommerziell genutzte
Fahrzeuge gebaut, dann stoppte die Produktion komplett.
Le Dauphin
Produziert 1941 und 1942 von André L. Daupin aus Paris. Der Dauphin war ein
als Tandem ausgeführter vierrädriger Zweisitzer, der vom hinteren
Sitz aus gesteuert wurde.
Internationale
Die Internationale Automobiel Mij in Hagen (Niederlande) baute ein leichtes
dreirädriges Fahrzeug 1942.
Électro-Renard
Dieser kleine elektrisch betriebene Zweisitzer wurde in Lyon (Frankreich) von
1943 bis 1946 gebaut. Wieder eines der Autos, die Aufgrund der Benzinknappheit
im besetzten Europa zur Zeit des 2. Weltkrieges populär wurden.
C.G.E.
Die Compagnie Generale Electrique in Paris baute von 1941-46 diesen offenen
Zweisitzer.
C.M.V.
Die Construcciones Moviles de Valencia in Valencia (Spanien) baute ein kleines
zweisitziges Elektroauto von 1944 bis 1946.
Electrociclo
In sehr kleinen Stückzahlen wurde dieses Auto von der Electrociclo SA in
Spain von 1945 bis 1946 gebaut. Das Auto war ein kleiner Zweisitzer.
Brush Pony
Dieses dreirädrige Elektroauto wurde als Milchauto 1947 gebaut. Als
Lieferfahrzeuge sind elektrisch betriebene Autos besser geeignet als Benziner.
Tama
Hergestellt in Tachikawa (Japan) von der Tokyo Electric Motorcar Co. von 1947
bis 1949 und später von der Tama Electric Motorcar Co. auch in Tachikawa
bis 1951. Die Tamas waren geschlossen ausgeführte zweitürige
Elektroautos. Drei verschiedene Modelle gab es: den E4S-47, den Junior und den
Senior. Die Firma wurde später von Nissan Bilderübernommen.
Eaglet
Die Silent Transport Ltd. in Woking (England) baute 1948 den Eaglet, einen
kleinen dreirädrigen Zweisitzer mit einer Reichweite von 40-50 km und
einer Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Von diesen Fahrzeugen wurden nur
wenige verkauft. Die Firma baute aber auch Opel Kadetts and Fiat Topolinos zu
elektrisch angetriebenen um, die sich besser verkaufen ließen.
B.M.W.
Die Boulevard Machine Works in Los Angeles begann 1949 mit der Herstellung von
Golf-Carts. 1966 folgte ein großer Tourenwagen mit 2 Motoren, die
für eine Höchstgeschwindigkeit von 112 km/h sorgten.
Autoette
Die Autoette wurde in der Autoette Electric Car Co.in Long Beach in den
späten 50ern hergestellt. Es war ein kleines Elektroauto, ein Zweisitzer
für die kürzeren Botengänge, preiswert und sehr beliebt.
Electronic La Saetta
Die Electronic Motor Car Corp. in Salt Lake City entwickelte den Prototyp eines
Hybrid-Autos. Es war ein zweisitziger Sportwagen mit Glasfaserkarosserie. Ein
Generator lud die Batterien während der Fahrt. Andere Modelle wurden
angekündigt, aber nie gebaut.
Charles Town-About
Gebaut 1958 und 1959 von der Stinson Aircraft Tool and Engineering Corp. in
San Diego wurden diese Autos nach Dr. Charles H. Graves benannt, der treibenden
Kraft für ihre Produktion. Verschiedene Prototypen wurden gebaut,
allerdings insgesamt nur 12 Fahrzeuge "in der Serie". Ausgestattet waren sie
mit Nickel-Cadmium Batterien.
Henney Kilowatt
Der Henney Kilowatt war der 1959er Renault Dauphine umgebaut zu elektrischem
Antrieb. Angetrieben wurde er von einem 7 PS Motor mit Hilfe von 36 Volt
Bleiakkumulatoren. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 56 km/h bei einer
Reichweite von 64 km. Gebaut wurden etwa 120 Exemplare.
Stuart
Stuart Motors in Kalamazoo baute einen Prototypen 1961. Mit einer geschlossenen
Fiberglaskarroserie war es als Familienauto ausgelegt worden. Angetrieben von
einem 4 PS Motor und acht 6 V Blei-Batterien erreichte es eine
Maximalgeschwindigkeit von 56 km/h bei einer Reichweite von 64 km. Gebaut
wurden allerdings nur Prototypen.
Electric Fuel Propulsion
Die Firma von Robert Aronson begann Ende der 1960er Jahre mit dem Umbau von
konventionellen Benzinern zu Elektroautos. Allerdings ist es bei Prototypen
geblieben.
Marketour
Die Marketour Electric Cars in Long Beach produzierte 1964 kleine Elektroautos,
die in Geschwindigkeit und Reichweite stark limitiert waren.
Mobilette
Mobilette Electric Cars in Long Beach CA baute die Mobilette 1965. Es war ein
elektrisch betriebener Kleinwagen mit geringer Reichweite und Geschwindigkeit.
Enfield 8000
Der Enfield 8000 wurde von Grund auf als Elektroauto neu entwickelt. Gebaut von
der Enfield Automotive in London Mitte der 60er Jahre, hatte dieser viersitzige
Zweitürer eine Reichweite von 39 bis 90 km pro Batterieladung (in
Abhängigkeit von den Fahrbedingungen) und eine Höchstgeschwindigkeit
von 64 km/h. Das Stahlrohrchassis mit der Aluminiumkarrosserie gaben dem Auto
ein Gesamtgewicht von 975 kg. Ungefähr 70 Fahrzeuge wurden verkauft.
Battronic
In den frühen 60er Jahren baute die Battronic Truck Company den Battronic,
einen elektrisch betriebenen LKW, mit einer Reichweite von etwa 80 km bei einer
Höchstgeschwindigkeit von 32 km/h.
Antser
Dieser Prototyp wurde von der Ford Motor Company in den 1960er und 1970er
gebaut. Er hatte ein sehr geringes Gewicht und eine ausgezeichnete Aerodynamik
für ein Auto dieser Jahre.
Linear Alpha
Diese Fa. hatte ihren Sitz in Skokie (USA) in den 1970ern und stattete eine
Dodge Kleinbusversion mir Elektroantrieb aus. Außerdem baute sie das
Seneca Elektro-Miniauto, mit einer Reichweite von 80 km pro Batterieladung.
McKee Engineering Corp.
McKee baute den Sundancer I und Sundancer II, zwei konzeptionelle Elektroautos
in den 1970ern. Ausgestattet mit Blei-Akkumulatoren hatte das Fahrzeug eine
Reichweite von ca. 90 km, bei einer Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h.
Jet Industries
Mit Sitz in Austin in den späten 1970ern und frühen 1980ern baute Jet
Industries konventionelle Fahrzeuge in Elektroautos um, die dann unter eigenem
Markennamen verkauft wurden. Umgebaut wurden einige Hundert Autos.
Lucas
Diese Firma in England war eigentlich als Hersteller von Komponenten für
Elektroautos bekannt, baute aber auch einige Kleinbusse um, wie den Bedford von
General Motors und den British Leyland 250 JU, um die Leistungsfähigkeit
der eigenen Komponenten zu demonstrieren.
B & Z Electric Car Co.
1961 in Long Beach und später in Signal Hill (USA) war B &Z am besten
bekannt mit dem Electra King. Es wurden aber auch LKW und Pickups gebaut.
Electro Master
Hergestellt von der Nepa Mfg Co. in Pasadena Anfang 1962, war dieses
Elektroauto aus Stahl und Fiberglas ein wahres Leichtgewicht und brachte es auf
eine Höchstgeschwindigkeit von 32 km/h. Angetrieben wurde es von einem 2
PS Motor mit Hilfe von 6 V Bleiakkumulatoren.
Electra King
Der Electra King war ein leichter zweisitziger geschlossener Kleinwagen, der in
drei- und vierrädrigen Versionen gebaut wurde. Diese Fahrzeuge waren
für kurze Strecken und niedrige Geschwindigkeiten ausgelegt.
Daimler-Chrysler
Die Chrysler Corporation stattete den Simca 1967 mit elektrischem Antrieb aus.
In Kooperation mit dem U.S. Department of Energy wurde 1979 ein Elektroauto
entwickelt.
Amectran Company
Mit Sitz in Dallas in den späten 1970ern, baute diese Firma den Exar-1,
ein Elektroauto mit einer Reichweite von 117 km mit einer Batterieladung und
einer Höchstgeschwindigkeit von 113 km/h mit 24 Blei-Akkumulatoren. Gebaut
wurden aber nur Prototypen.
Elcar
Der Elcar war ein leichtes zweisitziges Elektroauto gebaut von Zagato in
Italien Mitte der 1970er Jahre. Ausgestattet mit einer Fiberglaskarosserie,
nutzte es auch viele Komponenten aus der damaligen Fiat-Produktion, vornehmlich
vom Fiat 124. Etwa 500 Elcars wurden von 1974 bis 1976 hergestellt.
Electromotion Inc.
In einem joint venture zwischen Otis (dem Aufzug-Hersteller) und der
EVA-Chloride, mit Sitz in Bedford (USA) in den 1970er Jahren, wurde der
Prototyp eines elektrisch angetriebenen Lieferwagens gebaut.
Fiat
Fiat baute einige experimentelle Elektroautos in den 1970ern, z.B. den X1/23 -
einen Zweisitzer mit einer Höchstgeschwindigkeit von 75 km/h und 70 km
Reichweite. Außerdem eine Reihe von Lieferwagen, wie den 850T and 242. In
den 1980ern wurde der Fiat 900 E Lieferwagen gebaut, in "Serie" zu 24
Stück. 1990 baute Fiat einen 22 Passagier - Minibus und kündigte den
Panda Elettra an.
American Motors Corporation
AMC beschäftigte sich mit Elektroautos in den 1970er Jahren. So wurde ein
konzeptioneller Minivan in Zusammenarbeit mit der Electric Fuel Propulsion als
Umbau eines Hornet (Electrosport) vorgestellt und in Zusammenarbeit mit Gould
wurden Jeeps mit elektrischem Antrieb ausgestattet (DJ5E), vornehmlich für
das U.S. Post Office. Der Amitron wurde in Kooperation mit Gulton Industries
1968 gebaut. AMC wurde von der Chrysler Corporation in den 1980ern
übernommen.
Dragonfly
In den späten 1970ern gab es Dragonflys als Elektrobusse und als
Hybrid-Autos.
Witkar
Eines der ersten interessanten Konzepte zum Einsatz von Elektroautos in
Städten? In Amsterdam gab es in den 1970ern eine Kooperative, die einige
kleine Elektroautos verteilt auf etliche Ladestationen in der Stadt
besaß. Mitglieder konnten sich jederzeit ein Auto ausleihen und es an
irgendeiner der Ladestationen wieder abgeben. Benutzt wurden Nickel-Cadmium
Batterien.
Bradley
Bradley war vor allem für seine Fiberglaskarosserien bekannt, die als
Austauschsets zur Konvertierung konventioneller Fahrzeuge zu Elektroautos
eingesetzt wurden. Das bekannteste war ein Set für den VW Käfer, mit
den legendären Flügeltüren. Geliefert wurden auch alle
notwendigen Komponenten.
ETV-1
Dieser Prototyp wurde in einem Projekt der US-Regierung in den späten
1970ern gebaut. Mit 18 Blei-Akkumulatoren erreichte dieser Viersitzer eine
Maximalgeschwindigkeit von 96 km/h bei einer Reichweite von etwa 112 km pro
Batterieladung. In die Produktion wurde dieser Prototyp aber nie
überführt.
M.A.N.
1974 begann M.A.N. mit dem Bau von Elektrobussen für bis zu 100
Passagiere. Etwa 20 wurden gebaut und versahen ihren Dienst im Linienverkehr
verschiedener deutscher Städte.
Avia 1250
Dieser elektrisch angetriebene LKW wurde in Spanien gebaut. Von etwa 1978 bis
1983 waren es 10 Stück.
Copper Development Association
Diese Firma entwickelte in den späten 70ern zwei verschiedene Prototypen.
Ein Lieferwagen hatte eine Reichweite von 153 km bei einer
Maximalgeschwindigkeit von etwa 85 km/h. Das Stadtauto erreichte 100 km/h bei
einer Reichweite von 109 km mit einer Batterieladung.
Daihatsu
Daihatsu Motor Sales produzierte Prototypen in den späten 70ern. Der EV1N
war ein Viersitzer mit Nickel-Eisen-Batterien (104 V). Die Autos hatten eine
Maximalgeschwindigkeit von 100 km/h und eine Reichweite von mehr als 200 km.
Free-Way
Der Free-Way war ein kleines dreirädriges Elektroauto gebaut von H-M
Vehicles in Minnesota in den späten 1970ern. Es gab ihn als Elektroauto
und als Benziner, beide in Tandem-Ausführung.
Marathon Electric Car
Bevor diese Fa. mit dem Bau von elektrisch angetriebenen
Straßenfahrzeugen begann, stellte sie Golf-Carts und kleinere
Industriefahrzeuge her. Es gab den Jeep-ähnlichen C-300 und den C-360,
einen dreiachsigen Lieferwagen.
Bild des C-360
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