General Motors
Heute bekannt mit dem EV-1 und den verschiedenen S-10 Pickups baut General Motors schon seit vielen Jahren Elektroautos. Eine Vielzahl von Prototypen wurden den Medien und Elektroauto-Enthusiasten vorgestellt, wie der Electrovair, Electrovair II (mit Silber-Zink-Batterien), das Modell 512 (Nickel-Zink-Batterien), der Stir-Lec 1 Hybrid-Auto, der Whisper Yet 25 Passagierbus und die Electrovette. Der Vorgänger des EV 1 war der Impact, der ursprünglich von AeroVironment entwickelt wurde. Er wies eine erstaunlich gute Performance auf:
Beschleunigung: 0-60 mph in 8 sec
Höchstgeschwindigkeit: 70 mph
Reichweite: 120 miles at 55 mph steady speed
Diese Angaben gelten bei Verwendung von 32 Delco-Remy 10 V Blei-Akkumulatoren (42.5 Ah). Angetrieben wird das Auto von 2 ac Motoren an der Vorderachse mit jeweils 57 PS bei 6600 U/min.
Ripp
Der Ripp Electric wurde von W.E.Rippel als Prototyp entwickelt. Mit einem Gesamtgewicht von 1454 kg hatte er eine Reichweite von 129 km und eine Maximalgeschwindigkeit von 98 km/h bei Verwendung von 6 V Blei-Akkumulatoren.
South Coast Technology
Die Firma mit Sitz in Dearborn wurde in den späten 1970's und frühen 1980's bekannt mit dem Umbau des VW Käfer, die dann unter der Marke R-1 verkauft wurden. Außerdem wurde etwas später ein Van entwickelt, von dem 10 Exemplare für die ITT Continental Baking Co. gebaut wurden.
Gould Gould
Gould Gould, Inc. ist ein Batteriehersteller, der zusammen mit der American Motors Corporation (AMC) und der Chrysler Corporation am Umbau einer kleinen Anzahl von Fahrzeugen beteiligt war. Diese waren in erster Linie Jeeps, die bei der United States Postal Service zum Einsatz kamen. Etwa 350 dieser Elektrofahrzeuge wurden hergestellt, wobei aber immer wieder von einer unzureichenden Performance die Rede war. Später wurden dann Egle-Pitcher Batterien eingesetzt, was die Leistung entscheidend verbesserte.
Duo-Bus
Dieser Bus wurde von Daimler-Benz und der AEG-Telefunken entwickelt und konnte entweder autark mit einer Batterie oder über eine Oberleitung gespeist werden.
Fridez Solar
Fridez Solar produzierte in der Schweiz eine Reihe kleinerer Elektrofahrzeuge. Als Standardbatterie wurde ein Blei-Akkumulator eingesetzt, eine Na-S-Batterie wurde als Option angeboten. Alle Modelle waren mit Solarmodulen zum Nachladen der Batterien ausgerüstet.
Soleq Corp.
Die Soleq Corp. baute den Ford Escort um auf elektrischen Antrieb und vermarktete ihn. Die 18 6 V Blei-Akkumulatoren verliehen dem Fahrzeug ein Gesamtgewicht von 1836 kg.
Whisper
Der Whisper wurde von der Hope Automobil Industrie in Dänemark hergestellt und sollte in Nordamerika vermarktet werden. Mit einer Maximalgeschwindigkeit von 100 km/h erreichte er eine Reichweite von 100 km mit einer Batterieladung.
C5
Der C5 wurde von Sir Clive Sinclair 1985 gebaut. Er war ein Einsitzer, wobei der Fahrer halb liegend untergebracht war. Angetrieben mit einem Wechselstrommotor und Blei-Säure-Batterien, erreichte das Gefährt eine Spitzengeschwindigkeit von 24 km/h bei einer Reichweite von 23 km. Um eine Zulassung als Fahrrad in England zu erwirken, wurde die Geschwindigkeit gedrosselt.
Peugeout
Der Peugeot 106 in der elektrisch angetriebenen Ausführung wurde in Frankreich 1996 vorgestellt.
UNIQ M90
Der Unique Mobility UNIQ M-90 in der Hybrid-Ausführung war ein Umbau des Chrysler T115 Minivans. Angetrieben durch einen 108 Volt Wechselstrommotor erreichte er 60 KW. Das verwendete Batteriesystem war ein Gel-Blei-Akkumulator. Für längere Reisen konnte ein 12 PS Honda Zweiylinder, betrieben mit Erdgas oder Propangas, zugeschalten werden.
Renault
Bis in die 90er Jahre wurden lediglich von Renault hergestellte Fahrzeuge in Fremdfirmen zu Elektroautos umgebaut, wier z.B. der Dauphine (Henney Kilowatt), der R10 (Mars), der R5 (Lectric Leopard), der R12 (EVA Metro) und der R4 (Electricité de France). Renault selber begann die Herstellung eigener Elektrofahrzeuge erst Ende der 1990's und auch das nur in sehr kleinen Stückzahlen.
Toyota
1996 stellte die Toyota Motor Co., Japan eine elektrisch betriebene Version des RAV-4 vor. Ein Jahr später folgte der Prius, ein Benzin-Elektro Hybrid Auto. Beide wurden ausschließlich in Japan verkauft.
Ford
Die Ford Motor Corporation baute 1997 ihren Ford Ranger EV (Mini-Pickup), der nur in den USA verkauft wurde, vornehmlich als Flottenfahrzeug.
Bombardier
Bombardier begann die Produktion des NEV (Neighbourhood Electric Vehicle) Ende 1996. Geplante Klientel waren kleine geschützte Nachbarschaften und Wohnanlagen, wo man vielleicht Wert auf abgasfreie Fahrzeuge legen würde. Leider lief der Verkauf doch nicht so erfolgreich wie ursprünglich geplant.