Better Place präsentiert
auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt die nächste
zentrale Komponente seiner Infrastrukturlösung zum Betrieb von
Elektrofahrzeugen. Die erstmals vorgestellte Service-Plattform erleichtert
Fahrern den Umgang mit ihrem Fahrzeug und hilft, die Kosten gegenüber einem
Auto mit Verbrennungsmotor zu senken. Mit dieser Lösung startet eine neue Ära
für den großflächigen Einsatz von Elektrofahrzeugen. Zugleich hat der
Automobilkonzern Renault auf der IAA das weltweit erste Elektroauto mit
auswechselbarer Batterie präsentiert, das in Israel und Dänemark auf den Markt
kommen soll. Better Place und Renault haben vereinbart, bis zum Jahr 2016 in
beiden Ländern mindestens 100.000 Elektrofahrzeuge auf den Markt zu bringen.
Mit der steigenden
Verfügbarkeit von Elektrofahrzeugen ist auch die Infrastruktur entsprechend
auszubauen. Better Place hat daher mit Intel, Microsoft und TÜV Rheinland
weitere Systempartner gewonnen, um die weltweiten Produktionskapazitäten zu
vergrößern und den Ausbau der Infrastruktur voranzutreiben.
Für die
Automobilindustrie und die Verbraucher wird das nächste Jahr aufregend, da wir
die erste Welle von Elektrofahrzeugen auf den Straßen sehen werden“, erläutert
Shai Agassi, Gründer und CEO von Better Place. „Die Industrie muss weiterhin
daran arbeiten, die bisherigen Limitierungen von Elektrofahrzeugen aufzuheben
und ein besseres Fahrerlebnis zu bieten. Better Place wird mit bestehenden und
neuen Partnern zusammenarbeiten, um das Potenzial des neuen Marktsegments zu
nutzen, denn Elektrofahrzeuge können der Industrie insgesamt zu kurz- und
langfristigem Wachstum verhelfen.“
Die Service-Plattform
für Elektrofahrzeuge von Better Place organisiert großflächig das Laden der
Elektroautos und ihren Einfluss auf das Stromnetz. Better Place hat diese
Plattform in Frankfurt vorgestellt, kurz nachdem Renault seine erste
fünfsitzige Elektrolimousine enthüllte. Der Wagen ist das erste
Elektrofahrzeug, das die Kunden von Better Place in Israel und Dänemark im Jahr
2011 erwerben können. Weitere Fahrzeuge mit Wechselbatterie von Renault werden
derzeit evaluiert.
Um die Markteinführung
von Elektrofahrzeugen zu beschleunigen, enthält die Lösung von Better Place
vielfältige Systemschnittstellen. Diese ermöglichen es, beliebige Fahrzeuge in
die eigene Infrastruktur einzubinden. Damit unterstützt Better Place die
Automobilindustrie sowie Energieerzeuger bei der Erschließung des neuen Marktes
für Elektrofahrzeuge. Zu den wesentlichen Aufgaben der Service-Plattform zählen
das Laden des Elektroautos sowie der Informationsaustausch, um Ladevorgänge zu
optimieren und das Stromnetz effizient zu nutzen.
Im Auto selbst steuert
Better Place das Energiemanagement des Fahrzeugs durch die On-Board-Plattform
mit dem internen Namen AutOS. Die Plattform übernimmt beispielsweise die
Berechnung des Energieverbrauchs, um so für jeden Fahrer einen persönlichen
Energieplan zu erstellen.
Darüber hinaus hat
Better Place ein zentrales Rechenzentrum konzipiert, das als Schaltzentrale die
Netzsteuerung übernimmt. Das Rechenzentrum ermöglicht das abgestimmte Aufladen
aller Elektrofahrzeuge im Netzwerk, indem es Ladeort, Ladezeit und Lademenge
eines jeden einzelnen Autos optimiert und priorisiert. Auf diese Weise
minimiert sich der Einfluss der Fahrzeuge auf die Stromnetze der regionalen
Energieversorger, während die Koordination des Ladestands aller Batterien im
Netzwerk dafür sorgt, das jedes Fahrzeug ständig vollgeladen werden kann.
Als zentrale
Koordinierungsstelle integriert das Rechenzentrum sämtliche Daten aus dem
gesamten Netzwerk. Dazu gehören die Verfügbarkeit der Ladepunkte und der
Batteriewechselstationen, der Ladestand jeder einzelnen Batterie sowie die
Möglichkeit, Leistungsspitzen bei der Produktion von erneuerbarer Energie zu
nutzen. Integriert werden zudem Straßenkarten, die aktuelle Verkehrssituation
sowie typische Fahrgewohnheiten.
Durch die
Datenintegration erhält Better Place einen vollständigen Überblick über das
gesamte Netzwerk inklusive der Lade- und Wechselstationen, der Fahrzeuge und
Batterien sowie den Status der regionalen Stromversorger. Dies erschafft ein
vollkommen neues Ökosystem mit Teilnehmern aus unterschiedlichen Industrien für
eine praktikable und bezahlbare Nutzung von Elektrofahrzeugen.
Better Place erweitert
den Kreis seiner Geschäftspartner um Intel, Microsoft und TÜV Rheinland
Während in Israel die
letzten Vorbereitungen für erste Systemtests der Infrastruktur laufen, haben
sich weitere Unternehmen für eine Zusammenarbeit mit Better Place entschieden –
unter anderem der Automobilzulieferer Continental sowie Intel, Microsoft und TÜV
Rheinland.
In Israel arbeitet die
Entwicklungsabteilung von Better Place eng mit den Experten von Intel und
Microsoft sowie mit dem deutschen Automobilzulieferer Continental zusammen, um
mit AutOS die modernste IT-Plattform für Automobile zu konzipieren. Dazu nutzt
Better Place das Betriebssystem Microsoft Windows Embedded und den Intel Atom
Prozessor. Diese Technologien verschaffen AutOS die erforderliche
Leistungsfähigkeit für das Energiemanagement eines Elektrofahrzeugs und
schaffen die notwendige Planungssicherheit, um auch beim Fahrer jederzeit für
ein entspanntes Fahrgefühl zu sorgen.
„Wir sind sehr froh
darüber, dass wir an der Erfolgsgeschichte von Better Place mitschreiben
können“, sagt Helmut Matschi, Mitglied des Vorstands und Leiter der Division
Interior bei der Continental AG. „Die Verbindung zwischen dem Auto, dem Better
Place Netzwerk und dem Fahrer wird durch das Continental-Endgerät sicher
gestellt. Wir freuen uns nun auf den Start der Serienproduktion“, so Matschi
weiter.
Die offene
Softwarearchitektur der Plattform und die Verwendung von Standardsystemen von
Microsoft und Intel wird es Entwicklern ermöglichen, innovative Applikationen
für AutOS zu konzipieren – vergleichbar mit den zahlreichen fortschrittlichen
Entwicklungen rund um das Apple iPhone. Das AutOS-System arbeitet mit einer
definierten Zahl von Standard-CAN-Nachrichten (Controller Area Network), die
alle Autos für Diagnosemeldungen nutzen. Auf diese Weise haben
Automobilhersteller einen einfachen Zugang zum System von Better Place.
Intel und Microsoft
gehören in Israel zu den „Vision Partnern“ von Better Place. Diese Unternehmen
haben sich entschlossen, ihre Firmenflotten ab dem Jahr 2011 auf
Elektrofahrzeuge umzustellen.
„Bei Microsoft arbeiten
wir an Software- und Technologieinnovationen, die es Menschen und
Organisationen weltweit ermöglichen, die Umwelt zu schützen“, sagt John Fikany,
Vice President Commercial Sector Industries bei Microsoft. „Better Place hat
die Vision, den Wechsel von einem auf Erdöl basierenden Transportwesen hin zu
einem nachhaltigen Mobilitätsmodell zu beschleunigen. Diese Vision hilft uns,
ein neues Ökosystem aus Partnern und Innovationen zu schaffen – mit dem Ziel,
den Klimawandel zu verhindern. Für uns haben Elektrofahrzeuge das Potenzial,
sich von einem Nischen- zu einem Massenprodukt zu entwickeln. Besonders
erfreulich für uns ist, dass sich Better Place entschieden hat, seine Lösung
mit Microsoft-Technologie zu entwickeln.“
Darüber hinaus hat
Better Place eine Kooperation mit TÜV Rheinland vereinbart. Der führende
technische Dienstleister wird die Sicherheit des Infrastruktursystems von
Better Place prüfen und zertifizieren. Dies ist der erste Schritt, um sämtliche
Infrastrukturkomponenten von Better Place in allen Regionen weltweit zu
zertifizieren.
Better Place beteiligt
sich aktiv an der Entwicklung von Industrienormen innerhalb der dafür
zuständigen Organisationen. Auf der IAA in Frankfurt zeigt Better Place, dass
die eigenen Ladestationen die beiden führenden Normen für Steckverbinder zur
Stromversorgung von Elektrofahrzeugen – IEC 62196 und J1772 – unterstützen.
Weltweiter
Infrastrukturaufbau verläuft planmäßig
Aktuell hat Better Place
Aufträge von mehr als 50 Partnern in Israel erhalten. Die Unternehmen planen,
einen Teil ihrer Fahrzeugflotte auf Elektrofahrzeuge umzustellen, sobald diese
im Jahr 2011 kommerziell verfügbar sind. Zu den Flottenkunden gehören die unter
anderem die israelischen Landesgesellschaften internationaler Konzerne wie
Cisco, FedEx und IBM. Insgesamt umfasst die Vereinbarung zur Umstellung auf
Elektroautos über 30.000 Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.
In Dänemark baut Better
Place zurzeit ein ähnliches Partnernetzwerk wie in Israel auf. Zudem hat Better
Place bereits mehrere Partnerschaften mit Kommunen abgeschlossen sowie mit der
Versicherung TrygVesta, die Besitzern von Elektrofahrzeugen bei den
Versicherungsprämien einen Rabatt in Höhe von 40 Prozent einräumen wird. Bei
der Klimakonferenz der Vereinten Nationen im Dezember in Kopenhagen wird Better
Place ein Szenario vorstellen, in dem das Elektrofahrzeug als skalierbare
Lösung eine zentrale Rolle im Kampf gegen den Klimawandel einnimmt.
In Australien verläuft
der Aufbau des Netzwerks für Elektrofahrzeuge nach Plan. Der Start ist für das
Jahr 2012 geplant. Erste Stadt mit einer umfassenden Infrastruktur von Better
Place in Australien wird die Landeshauptstadt Canberra sein. In Nordamerika
arbeitet Better Place eng mit regionalen Partnern und Regierungen in der
kanadischen Provinz Ontario, in der San Francisco Bay Area und in Hawaii
zusammen, um für die Elektrofahrzeuge wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen zu
schaffen. Die drei Regionen planen, die Einführung von Elektrofahrzeugen zu
beschleunigen: Mithilfe fortschrittlicher Politik wollen sie die Akzeptanz
unter den Verbrauchern erhöhen. Zudem wollen sie Genehmigungsverfahren für die
notwendigen Infrastrukturprojekte effizienter gestalten und in einigen Fällen
die Elektroautos zu einer konkurrenzfähigen Alternative für die Einkäufer im
öffentlichen Dienst machen.
In Japan hat die
Regierung Better Place beauftragt, ein Pilotprojekt für elektrisch angetriebene
Taxen mit Batteriewechselkonzept zu starten. Geplant ist, dass die Fahrzeuge ab
Januar 2010 im Stadtgebiet von Tokio im Einsatz sind.
Better Place zeigt die
komplette Infrastrukturlösung zum Betrieb von Elektrofahrzeugen auf der
Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt, Halle 3.1-A12, vom
17. bis 27. September 2009. Weitere Informationen im Internet unter www.betterplace.com/frankfurt
Über Better Place:
Better Place ist der
führende Mobility Operator, der mit einem nachhaltigen Mobilitätskonzept den
Aufbau einer Alternative für den Personentransport beschleunigen möchte. Dafür
plant, installiert und betreibt das Unternehmen eine Infrastruktur und ein
intelligentes Netzwerk, um Autofahrern einen komfortablen Service zu bieten,
die breite Einführung von Elektrofahrzeugen zu ermöglichen und den
Energieverbrauch zu optimieren. Das Better Place Netzwerk begegnet damit historischen
Einschränkungen, indem es nahezu unbegrenzte Reichweiten auf komfortable Weise
bietet. Das Unternehmen arbeitet dazu mit allen Akteuren des Verkehrssystems
zusammen, darunter Automobilhersteller, Batterielieferanten, Energieunternehmen
sowie der öffentliche Sektor, um eine überzeugende Lösung zu schaffen. Better
Place hat seinen Unternehmenssitz in Kalifornien und betreibt Büros in Israel,
Dänemark, und Australien. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.betterplace.com.